Verfahrenstechnik: 7 Bildungsangebote in Österreich

Crème de la crème der Technik: Studium Verfahrenstechnik

Der technische Studiengang der Fachrichtung Verfahrenstechnik kombiniert im Studienverlauf Technik mit Grundlagen der naturwissenschaftlichen Gebiete Chemie, Physik und Biologie. Als Ingenieurwissenschaft findet die Verfahrenstechnik branchenübergreifend Anwendung, z.B. in der Lebensmittelindustrie, Umwelttechnik, Pharmaindustrie oder im Maschinenbau. Eng verknüpft ist die Verfahrenstechnik mit dem Chemieingenieurwesen. Zusammen stellen sie die wichtigsten Disziplinen innerhalb der Ingenieurwissenschaften dar. Studierende des Studiums Verfahrenstechnik eignen sich im Zuge des Studienverlaufs Kenntnisse in den Bereichen Thermodynamik und Wärmeübertragung, Umwelttechnik, Chemie, Strömungslehre, Regeltechnik oder Prozesstechnik an, erfahren, wie Prozesse technisch realisiert werden können oder wie die Umwandlung von Energie und Stoffen abläuft. Zudem werden sie im Zuge des Studiums auf eine Vielzahl an Beschäftigungsmöglichkeiten vorbereitet.

Wichtige Informationen zu Bachelor- oder Masterstudium, den Studienschwerpunkten und Studienverlauf sowie den Berufsperspektiven und zum Gehalt findest du hier. Die vorgestellten Bildungsangebote werden von Universitäten, Hochschulen, Fachhochschulen, Privatuniversitäten oder weiteren Bildungsanbietern angeboten.
Anzeige
AUSFÜHRLICHE PRÄSENTATIONEN
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Entwurf, Analyse und Umsetzung von Algorithmen
6 Monat(e)
berufsbegleitend
Zertifikat
Fernstudium
Informationsmaterial anfordern
AKAD University und AKAD Weiterbildung
FERNSTUDIUM Maschinenbau – Verfahrenstechnik (B.Eng.)
42, 54 oder 66 Monat(e)
Vollzeit, berufsbegleitend
Bachelor of Engineering
Fernstudium
Informationsmaterial anfordern
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Messdatenerfassung und -verarbeitung
6 Monat(e)
berufsbegleitend
Zertifikat
Fernstudium
Informationsmaterial anfordern
WEITERE PRÄSENTATIONEN
MCI Management Center Innsbruck
Bachelor Umwelt-, Verfahrens- & Energietechnik
6 Semester
Vollzeit, berufsbegleitend
Bachelor of Science
Innsbruck
FH Campus Wien
Bioverfahrenstechnik
4 Semester
berufsbegleitend
Master of Arts oder Master of Science
Wien
Fachhochschule Kärnten
Verfahrenstechnik
6 Semester
Vollzeit
Bachelor of Science
Villach
FH Oberösterreich - Standort Wels
Verfahrenstechnische Produktion
6 Semester
Vollzeit, berufsbegleitend
Bachelor of Science
Wels

Eckdaten zum Studium Verfahrenstechnik

Studiengänge der Fachrichtung Verfahrenstechnik werden sowohl an Fachhochschulen als auch an Universitäten angeboten. Das Bachelorstudium im Bereich Verfahrenstechnik kann regulär nach sechs Semestern abgeschlossen werden. Absolventen und Absolventinnen des Bachelorstudiums tragen den akademischen Grad Bachelor of Science (B.Sc.). Studierende können sich hierbei zwischen einer Vollzeit-Studienform oder einem berufsbegleitendem Studium entscheiden. Auch Fern-Studiengänge stehen in diesem Bereich zur Auswahl. Diese Studienform ist ideal für all jene, die einen berufsbegleitenden Studiengang präferieren.

Das Masterstudium der Fachrichtung Verfahrenstechnik sieht eine Studiendauer von vier Semestern vor. Nach Abschluss des Masterstudiums Verfahrenstechnik wird Absolventen und Absolventinnen der akademische Grad Master of Science (M.Sc.) verliehen. Zudem gibt es Master-Studiengänge, die mit  Diplom Ingenieur/in (Dipl. Ing.) abschließen. Auch das Masterstudium im Bereich der Verfahrenstechnik kann als Vollzeit oder Teilzeit, also berufsbegleitend, studiert werden. Neben dem Präsenz-Masterstudium gibt es auch Fernstudiengänge, die berufsbegleitend absolviert werden können.

Die Lehrveranstaltungen im Bachelorstudium oder Masterstudium werden entweder auf Deutsch oder Englisch angeboten. Der Studienplan im Studiengang sieht zahlreiche Projektarbeiten vor und bietet Gelegenheit, um ein Praktikum oder Auslandssemester im entsprechenden Gebiet zu absolvieren. Im Verfahrenstechnik-Masterstudium werden zumeist verschiedene Schwerpunkte und Vertiefungen angeboten, z.B. Chemieingenieurwesen. Das Chemieingenieurwesen ist als Teildisziplin der Ingenieurwissenschaften eng mit der Verfahrenstechnik verwandt und fokussiert im Studium v.a. Aspekte der Chemie.

Voraussetzungen und Zulassung für das Studium Verfahrenstechnik

Der Zulassungsprozess zum Verfahrenstechnik-Studiengang gestaltet sich an den Fachhochschulen und Universitäten unterschiedlich. Bei einer beschränkten Anzahl der Studienplätze wird beispielsweise ein Aufnahmeverfahren durchgeführt. Dieses besteht aus mehreren Teilschritten und umfasst einen schriftlichen Teil. Stehen ausreichend Studienplätze zur Verfügung, entfällt das Aufnahmeverfahren für das Verfahrenstechnik-Bachelorstudium. Es wird an Hochschulen oft durch eine Studienvorbereitungsphase ersetzt.

Voraussetzung, um zum Bachelorstudium Verfahrenstechnik zugelassen zu werden, ist die allgemeine Universitätsreife bzw. Hochschulreife. Als „reif“ für Universität oder Hochschule gilt eine Person dann, wenn sie z.B. über die Reifeprüfung (u.a. Matura) verfügt, die Berufsreifeprüfung absolviert oder die Studienberechtigungsprüfung bestanden hat. Ein weiteres Kriterium für die Zulassung zum Bachelorstudium Verfahrenstechnik ist das positiv absolvierte Aufnahmeverfahren. Zu den Voraussetzungen für das Masterstudium zählt neben dem erfolgreich bestandenen Auswahlverfahren zudem ein bereits abgeschlossenes, fachverwandtes (Bachelor)Studium.

Bild: Andrei Merkulov | Fotolia.com

Studienplan und Studienverlauf

Inhalte, die im Zuge der Lehrveranstaltungen des Studiums gelehrt werden, sind durch theoretische sowie praktische Inputs geprägt. So eignen sich Studierende während ihres Studiums Kenntnisse und Grundlagen in naturwissenschaftlichen sowie in technischen Fachbereichen und Gebieten an. Beispiele sind: Mathematik, Mechanik, Physik, Chemie und Informatik. Gleichzeitig erlangen sie durch Labor-Arbeiten, ein Praktikum oder Auslandssemester im Studienverlauf Zugang zur Praxis. Weitere Themenbereiche, die im Lehrplan des Studiums abgedeckt werden, sind beispielsweise:
  • Maschinenbau
  • Elektrotechnik
  • Biotechnologie
  • Werkstofftechnik
  • Steuerungstechnik
  • Mess- und Regeltechnik
  • Thermodynamik: Wärmeübertragung und Stoffübertragung
  • Strömungslehre
  • Anlagenbau und Prozesstechnik
  • Stoffübertragung
  • Umwelttechnologie
  • Konstruktion
  • Mechanische Verfahrenstechnik
Es  besteht auch die Möglichkeit, durch das Belegen von Spezialisierungsfächern Schwerpunkte und Vertiefungen im Studium zu wählen. Diese geben noch bessere Einblicke in die spätere Berufspraxis. An Hochschulen wird beispielsweise das Chemieingenieurwesen als Schwerpunkt angeboten. Außerdem gibt es Studiengänge, welche die Verfahrenstechnik und das Chemieingenieurwesen zu gleichen Teilen im Studienplan vereinen. Das Angebot berufsbegleitend zu studieren, bietet Gelegenheit, bereits während des Studiums wertvolle praktische Erfahrungen zu sammeln.

Bild: StockPhotoPro | Fotolia.com

Karriere und Gehalt in der Branche Verfahrenstechnik

Nicht nur in der chemischen und pharmazeutischen Industrie, sondern auch im Maschinenbau und Anlagenbau, in der Biotechnologie, Energieerzeugung, Umwelttechnik bzw. Umwelttechnologie und im Recycling sind Absolventen und Absolventinnen des Studiums Verfahrenstechnik gerne gesehen. Weitere Arbeitgeber finden sich u.a. im Gebiet der Forschung und Entwicklung, im Vertrieb, in der Qualitätssicherung oder Konstruktion. Verfahrenstechniker/-innen arbeiten zudem in den Bereichen Pharmaindustrie, Lebensmittelindustrie, Kunststoffindustrie oder Papierindustrie. Absolventen und Absolventinnen verdienen in der Verfahrenstechnik nach Abschluss des Studiums ein durchschnittliches Einstiegsgehalt von 2500 bis 3000 EUR pro Monat. Das Gehalt ist allerdings abhängig von Branche, Tätigkeit und Arbeitgeber.

Voraussetzungen für Studium und Beruf

  • Interesse an naturwissenschaftlichen und technischen Themen
  • Kenntnisse in Physik, Chemie und Biologie
  • Forschergeist
  • Durchhaltevermögen
  • Analytische Denkweise
  • Freude am Planen, Entwickeln und Umsetzen von Verfahren

Zu den Studiengängen