Mathematik Studium – Von Algebra bis Wahrscheinlichkeitstheorie

„Mathematik braucht ihr für den Rest eures Lebens!“ – Wem kommt dieser Satz aus Schulzeiten nicht bekannt vor. In diesem Fall entspricht er tatsächlich der Realität. Denn die Fachrichtung Mathematik löst nicht bloß Gleichungen und findet x und y, sondern befasst sich als Wissenschaft mit räumlichen und zahlenmäßigen Verhältnissen, mit mathematischen Methoden, Anwendungen und Beweisführung. Algebra, Analysis, Differenzialgleichungen und Integralrechnung, Geometrie, Biomathematik, Algorithmentheorie, Topologie oder die Funktionalanalysis sind Inhalte, denen Studierende im Mathematik-Studium begegnen. Zudem erlangen sie im Rahmen des Studiums die Fähigkeit, verschiedene Probleme mit einem mathematischen Lösungsweg zu beheben. Absolventen und Absolventinnen sind nach dem Studium für diverse Berufsaussichten auf dem Arbeitsmarkt qualifiziert, ob in Unternehmen, Unternehmensberatungen und Entwicklungsabteilungen oder in den Bereichen Naturwissenschaft, Wissenschaft, Technik oder Wirtschaft.

Wichtige Informationen zum Mathematik-Studium, zu den Studienmöglichkeiten, zum Studienplan und zu den Studienschwerpunkten sowie zum Berifsbild und zu den Berufsaussichten findest du hier. Die vorgestellten Bildungsangebote werden von Universitäten, Hochschulen, Fachhochschulen, Privatuniversitäten oder weiteren Bildungsanbietern angeboten.
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AUSFÜHRLICHE PRÄSENTATIONEN
Bildungsangebot/Studiengang Ort Abschl. Form Dauer
FERNSTUDIUM Mathematik kompakt AKAD University und AKAD Weiterbildung Fernstudium Zertifikat BB 4 Monat(e)
FERNSTUDIUM Statistik kompakt AKAD University und AKAD Weiterbildung Fernstudium Zertifikat BB 4 Monat(e)
Wahrscheinlichkeitstheorie und Statistik Albert-Ludwigs-Universität Freiburg Fernstudium Zertifikat BB 6 Monat(e)

Allgemeine Informationen zum Mathematik-Studium

Studierende, die sich im Zuge ihres Studiums näher mit der Mathematik beschäftigen möchten, haben zahlreiche Möglichkeiten. Zum einen besteht die Option, ein Mathematik-Bachelorstudium zu absolvieren und sich im Laufe dessen v. a. mit mathematischen Fragestellungen, Methoden, Anwendungen und Problemen zu befassen. Die Regelstudienzeit des Bachelor-Studiengangs im Fachbereich Mathematik beträgt sechs Semester. Der Bachelor stellt die ideale Grundausbildung dar und vermittelt umfassende mathematische Kenntnisse und Kompetenzen. Absolventen und Absolventinnen verfassen eine Bachelorarbeit und schließen mit dem Titel Bachelor of Science (B.Sc.) ab. Im Bachelorstudium besteht zudem die Möglichkeit, ein Auslandssemester in Anspruch zu nehmen.

Das Masterstudium im Fachbereich Mathematik hat eine Regelstudienzeit von vier Semestern. Nach Absolvierung wird der Titel Master of Science (M.Sc.) oder Diplom-Ingenieur/in (Dipl-Ing.) verliehen. Des Weiteren können sich Studieninteressierte dazu entscheiden, Mathematik auf Lehramt zu studieren und nach Abschluss des Studiums u. a. als Professor/in für Mathematik an Schulen zu arbeiten. Hierfür belegen Studierende ein Bachelorstudium sowie einen Master im Gesamtausmaß von 12 Semestern. Im Mathematik-Lehramtsstudium werden neben umfassenden Kenntnissen zum Fach ebenfalls didaktische sowie schulmathematische Kompetenzen vermittelt. Häufig werden das Bachelorstudium und der Master-Studiengang der Fachrichtung Mathematik an Universitäten angeboten. Das Angebot an mathematischen Bildungsprogrammen schließt zudem Weiterbildungen oder Lehrgänge mit ein, die in kompakter Form Mathematik-Kenntnisse vermitteln und nach ungefähr vier bis sechs Semestern mit einem Zertifikat abschließen.

Studiengänge im Bereich Mathematik können sowohl in Vollzeit als auch berufsbegleitend studiert werden. Darüber hinaus werden vereinzelt Fernstudiengänge angeboten, die sich mit mathematischen Problemstellungen und Anwendungen auseinandersetzen. Voraussetzung für die Zulassung zu Bachelorstudium Mathematik ist die allgemeine Hochschulreife (u. a. Matura) oder eine Studienberechtigungsprüfung. Die Zulassung zum Mathematik-Masterstudium erfordert mitunter fortgeschrittene Englischkenntnisse. Dies ist bei Master-Studiengängen der Fall, in denen Vorlesungen oder Lehrveranstaltungen überwiegend englischsprachig abgehalten werden.

Bild: Gorodenkoffo | Fotolia.com

Studienmöglichkeiten im Bereich Mathematik

Die Studienmöglichkeiten in der Fachrichtung Mathematik sind schier grenzenlos. Neben einem klassischen Mathematik-Studium, das sich allgemein mit der Mathematik befasst, können Student/-innen u. a. ein Studium mit Fokus auf Statistik und Data Science, Technische Mathematik, Bioinformatik oder Business Analytics wählen. Studiengänge in den Bereichen Finanzmathematik und Versicherungsmathematik, Computational Science, Wirtschaftsmathematik, Computermathematik oder Industriemathematik sind weitere Studienmöglichkeiten für Studieninteressierte.

Studienplan und Studieninhalte des Mathematik-Studiums

Ein Studium mit Schwerpunkt auf Mathematik lehrt eine Vielzahl an Inhalten, die sich allerdings, je nach Hochschule bzw. Universität und gewählter Studienrichtung, in Nuancen voneinander unterscheiden können. Zumeist überwiegt in dieser Studienrichtung der theoretische Teil. Studierende erlangen v. a. Kenntnisse und Fähigkeiten in der Beweisführung und lernen die abstrakten und komplexen Denkschemata der Mathematik kennen. Sie üben sich darin, Lösungen für mathematische Probleme zu entwickeln und befassen sich mit diversen Teilgebieten der Mathematik. Generell werden die folgenden Themenbereiche behandelt:
  • Algebra
  • Analysis
  • Zahlentheorie
  • Geometrie
  • Rechnungswesen
  • Finanzmathematik
  • Wahrscheinlichkeitstheorie
  • Ökonometrie
  • Optimierung
  • Topologie und Funktionalanalysis
  • Differenzialgleichungen und Integralrechnung
  • Numerische Mathematik
  • Logik
  • Statistik
  • Theoretische Informatik
Zumeist können sich Student/-innen im Rahmen des Mathematik-Studiums in Schwerpunkten oder Vertiefungen mit diversen Teilgebieten der Mathematik auseinandersetzen. Themenbereiche, wie Programmierung, Biomathematik, Algorithmische Geometrie, Diskrete Mathematik, Angewandte Mathematik, Technomathematik oder Algorithmentheorie sind Beispiele für mögliche Schwerpunkte oder Vertiefungen im Studium. Im Zuge der Schwerpunkte kann theoretisches Wissen in der Praxis erprobt und vertieft werden. Je nach Studienrichtung, z. B. in den Studiengängen Wirtschaftsmathematik oder Computermathematik, können auch die Fächer Datenbanken, Softwareentwicklung, Versicherungsmathematik, Stochastik, Ökonometrie oder Wirtschaft, Recht und BWL Teil des Studienplans sein. 

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Berufsaussichten und Tätigkeitsbereiche nach Abschluss des Mathematik-Studiums

Die Berufsaussichten am Arbeitsmarkt sind nach Absolvierung des Mathematik-Studiums quasi endlos und Absolventen/Absolventinnen stehen vor der Qual der Wahl. Mit ihren mathematischen Fähigkeiten und Kompetenzen sind diese dazu in der Lage, eine Vielzahl an Problemen zu lösen. Als Mathematiker/Mathematikerinnen sind sie daher in vielen Branchen auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt. Das Gesundheitswesen, Industrieunternehmen oder Entwicklungsabteilungen in der Industrie sind beispielsweise laufend auf der Suche nach qualifizierten Personen. Ebenso in den Bereichen Software- und Telekommunikation oder Öffentliche Verwaltung sind Mathematiker/Mathematikerinnen nach Absolvierung des Studiums gerne gesehen.

Markt- und Meinungsforschungsinstitute sowie die Luft- und Raumfahrt, IT-Unternehmen und Software Engineering sind beliebte Tätigkeitsbereiche für Mathematiker und Mathematikerinnen. Weitere Berufsfelder für Mathematiker und Mathematikerinnen sind die Forschung, Entwicklung, Wissenschaft oder Lehre an Hochschulen, Universitäten oder anderen Bildungseinrichtungen. Wirtschaftsmathematiker und -mathematikerinnen arbeiten insbesondere bei Banken, Versicherungen oder Unternehmensberatungen. Berufsfelder in der Mathematik oder Wirtschaftsinformatik sind zudem Softwareunternehmen, Ingenieurbüros oder Behörden.

Kompetenzen und Voraussetzungen für das Mathematik-Studium

  • Logisches und abstraktes Denken
  • Strukturiertes Lösen von Problemstellungen
  • Interesse an Mathematik

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