Die Ausbildung
Professionelles Wundmanagement ist ein zentrales Handlungsfeld der interprofessionellen Gesundheitsversorgung. Im Kurz- wie auch im Langzeitbereich bedarf es Pflegepersonen, die Patient_innen und Angehörige beraten und versorgen können, damit diese adäquate Unterstützung für das Leben mit einer Wunde und der Grunderkrankung erhalten.
Das Studienprogramm führt über zwei Studienabschnitte und zwar dem Certificate Program über zwei Semester und dem weiterführenden Academic Expert Program über zwei Semester. Das vollständige Academic Expert Program währt vier Semester. Sie können nach jedem Abschnitt unter-/abbrechen bzw. fortsetzen.
Absolvent_innen des ersten Studienabschnitts arbeiten in ambulanten und stationären Versorgungsstrukturen sowie in der mobilen Versorgung und gestalten die Wundversorgung in enger interprofessioneller Zusammenarbeit.
Im zweiten Studienabschnitt, dem Expert_innen-Programm, erwerben die Studierenden die Handlungskompetenz um Betroffene, Angehörige bzw. Bezugspersonen über diagnostische und therapeutische Maßnahmen zu informieren, anzuleiten, zu schulen und zu beraten. Sie erhalten die Befähigung für Planung und Organisation der Überleitungspflege und des Entlassungsmanagements.
Der Abschluss des ersten Abschnitts (Certificate Program) ist der Weiterbildung „Wundmanagement“ gemäß § 64 Gesundheits- und Krankenpflegegesetz (BGBl. I Nr. 108/1997 idF BGBl. I Nr. 87/2016) gleichgehalten.

Kompetenzen
Nach Absolvierung des Weiterbildungsprogramms können die Studierenden:
- Wundbezogene Versorgungssituationen unter Berücksichtigung medizinischer, pflegewissenschaftlicher, psychosozialer und rechtlicher Aspekte analysieren.
- individuelle therapeutische Konzepte zur Behandlung und Förderung der Heilung akuter und chronischer Wunden entwickeln.
- Maßnahmen der akuten und chronischen Wundversorgung hinsichtlich ihrer Aussagekraft und Wirksamkeit evaluieren, auf Grundlage der zuvor eigenständig durchgeführten Untersuchungsschritte und therapeutischen Interventionen.
- medizinische Produkte, Hilfsmittel, Verfahren und Technologien der akuten und chronischen Wundversorgung im Hinblick auf ihre Wirksamkeit, Sicherheit, Alltagstauglichkeit und Wirtschaftlichkeit bewerten.
- klinische Klassifikationssysteme anwenden, um diagnostische, interventionelle und ergebnisorientierte Entscheidungen im jeweiligen beruflichen Kontext fundiert abzuleiten.
- den eigenen Funktionsbereich strategisch und operativ steuern, indem fachspezifische und organisatorische Prozesse evidenzgeleitet weiterentwickelt werden.


©WalterSkokanitsch
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