Stufungsmodell (Zielsetzung)
Mit der Einführung von Bachelor- und Masterstudiengänge sind drei Stufungsmodelle vorstellbar. Dabei muss nicht jeder Bachelorstudiengang automatisch einen Masterstudiengang zur Folge haben, aber auch nicht jedem Masterstudiengang ein Bachelorstudiengang in derselben fachhochschulischen Einrichtung zu Grunde liegen.
- Grundständig: der Studiengang wird „nur“ als Bachelor angeboten.
- Konsekutiv: ein Bachelorstudiengang wird mit einem (oder mehreren) aufbauenden Masterstudiengängen kombiniert, wobei beide Teile formal unabhängig voneinander, inhaltlich jedoch aufeinander abgestimmt sind.
- Nicht-konsekutiv: Ein Masterstudiengang kann auch dann eingerichtet werden, wenn die fachhochschulische Einrichtung keinen vorgängigen Bachelorstudiengang anbietet.
Zielsetzung
Mit der Umstellung auf das gestufte Studienmodell sollen folgende Ziele erreicht werden:
- Flexibilisierung des Studienangebotes
- Verbesserung der internationalen Vergleichbarkeit der Studienabschlüsse
- Steigerung der Mobilität der Studierenden und der Attraktivität der Bildungsangebote für ausländische Studierende
Dieses neue Studiensystem bietet die Möglichkeit, die Schnittstelle zwischen Studienabschluss und Weiterqualifizierung neu zu gestalten und damit den Wechsel zwischen Berufs- und Studierphasen zu flexibilisieren.
Eine stärker gestuft angelegte Organisation des Studiums verbessert zudem die Möglichkeit, die Hochschulausbildung an die Veränderungen des Arbeitsmarktes und die Erfordernisse lebenslangen Lernens anzupassen. Die damit verbundene Diversifizierung des Bildungsangebots entspricht eher der Heterogenität der studentischen Nachfrage und dem gesellschaftlichen Bedarf.
(Quelle: FHR)